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Anforderung

Krankheitsbilder / Indikationen für die pulmonale Rehabilitation

  • COLK (J40-J44)
  • Cystische Fibrose (E84)
  • Asthma bronchiale (J45)
  • Interstitielle Lungenkrankheiten (J80-J84)
  • Thoraxwand- und Atemmuskelkrankheiten (M40,M41,G71,G72)
  • Andere chronische Lungenkrankheiten (J98, J99) (auch mit mechanischen Atemhilfen)
  • Prä- und postoperativ bei Lungenoperationen (J95)

 

Anforderungsprofil

 

1. Verantwortliche ärztliche Leitung

  • Leitung durch Facharzt Pneumologie
  • Arzt dauernd "im Hause" anwesend
  • Nur für stationäre pulmonale Rehabilitation: Anerkennung als Ausbildungsstätte für Pneumologie FMH

 

2. Einrichtung 

  • Alarmkonzept für Notfälle; regelmässige Reanimationsausbildung (2x jährlich) für Ärzte, Pflegedienst- und Therapiemitarbeiter
  • Komplettes Reanimationsmaterial inkl. für nasale und tracheale Beatmung
  • Langzeit-Oxymetrie
  • Mobile Sauerstoff-Therapie (Flüssigsauerstoff)

 

 

3. Patientenuntersuchung

 

3.1 Eintritt

  • 6'-Gehtest mit Dyspnoeskala
  • Aktuelle Ergometrie- (wenn möglich Spiroergometrie) und Blutgas-Untersuchung in Ruhe und unter Belastung (Fahrrad- oder Laufbandergometrie)
  • Lungenfunktionsprüfung inkl. Residualvolumen (sofern - in stabiler Situation - nicht innerhalb der letzten 4 Wochen durchgeführt)
  • Risikofaktorenprofil: - Thoraxröntgenbild (höchstens 4 Wochen alt)
  • COHb oder Cotinin -Messung im Urin
  • Allergietestung
  • Fragebogen zur Lebensqualität (SF36 oder ähnliches)

 

3.2 Austritt

  • 6'-Gehtest mit Dyspnoeskala
  • COHb oder Cotinin-Testung im Urin
  • Fragebogen zur Lebensqualität

 

 

4. Spezielles

 

 

4.1 Strukturierte Bewegungstherapie

  • Leitung durch speziell ausgebildete Physiotherapeuten, welche bei allen Aktivitäten präsent sein müssen.
  • Kontrollierte und ärztlich verordnete Bewegungstherapie in Leistungsgruppen (mindestens 2) und mit Gesamtdauer von mindestens 10 Lektionen pro Woche, (davon 5 Lektionen Ausdauertraining) für stationäre Rehabilitation; mindestens 2 Lektionen pro Woche für ambulante Rehabilitation.

 

4.2. Patientenschulung

  •  Mindestens 6 Lektionen in Gruppen (Inhalte: Krankheitsverständnis, Verhaltensweise, Ernährung, Raucherentwöhnung, Behandlungsmethoden) mit Einbezug der Familie.

 

4.3 Raucherentwöhnung

  • individuelle / Gruppen-Beratung, "Nikotinersatz", "Helpline", ev. telefonische Nachkontrolle

 

4.4 Beratung und Hilfsmittelabgabe (Lungenligen)

  • Sauerstoff-Heimtherapie inkl. transtracheale Applikation und mobile Versorgung
  • Heimventilation inkl. CPAP-Therapie
  • Inhalationstherapie mit Geräten
  • Allergieberatung, Anleitung zur Wohnungshygiene (Staubsanierung, Haustiere)

 

4.5 "Hilfe zur Selbsthilfe" (Lungenligen)

  • individuelle / Gruppen-Beratung durch Psychologe/in oder speziell dafür ausgebildete Fachperson ("Coping-Gruppe")
  • Entspannungstechniken
  • Empfehlung von Selbsthilfegruppen

 

5. Abschlussbericht

 

Untersuchungsresultate, Verlaufsdokumentation, spezielle physische und psychologische Aspekte, aktuelle medikamentöse Therapie, Vorschläge für weitere diagnostische und therapeutische Massnahmen (schriftlicher Trainingsplan), Empfehlung zur Unterstützung der Rauchabstinenz und Kontrolle der Hilfsmittel-Anwendung.


6. Qualitätskontrolle

 

  • Erfüllung Anforderungsprofil
  • Patientenstatistik (Hauptdiagnosen, Komplikationen: Reanimationen, Todesfälle, Langzeitintubation)
  • "Erfolgsbeurteilung" - 6'-Gehdistanz
  • Fragebogen zur Lebensqualität
  • Nikotinabstinenz (Cotinin im Urin oder COHb)